Vorsicht mit Zensus-Fragebögen in Konstanz

Gefälschter Bogen mit Frage zur sexuellen Orientierung aufgetaucht

Konstanz. In einem Konstanzer Briefkasten ist ein gefälschter Fragebogen zum Zensus 2011 aufgetaucht. Gefragt wird auf dem Bogen zum Beispiel nach der sexuellen Orientierung. Das teilte die Stadt mit.

Verwechslungsgefahr

„Zensus 2011“ stehe im Kopf der DIN-A4-großen Blätter – was auf den ersten Blick durchaus seriös wirke, da seit dem 9. Mai unter genau diesem Titel das deutsche Volk befragt werde. Doch die Fragebögen, die ohne Briefumschläge eingeworfen werden, sind gefälscht: Nach ein paar unverfänglichen Fragen zur Person gehe es nach Auskunft der Stadt bald um sehr private Themen. Zu erkennen seien die Fälschungen an Fragen nach erblich bedingten Krankheiten, Drogenkonsum, der politischen Gesinnung oder der sexuellen Orientierung.

Gefälschter Fragebogen frei erfunden

Dieser Fragebogen sei kein amtlicher, sondern frei erfunden und infolgedessen zu ignorieren, so die Stadt. Beim Zensus werde nur nach „objektiven Aussagen“ gefragt wie etwa Schulbildung oder Familienstand, nicht aber nach politischen Ansichten oder sexuellen Vorlieben. Außerdem werde der „echte“ Fragebogen beim Zensus nicht unangekündigt in den Briefkasten geworfen. So genannte Erhebungsbeauftragte, die sich ausweisen könnten, kündigen sich durch eine Postkarte an und übergeben die Fragen später persönlich an die Befragten. Nur bei der gleichzeitig stattfindenden Befragung von Gebäude- und Wohnungseigentümern würden die Fragebögen in die Briefkästen gesteckt – allerdings immer in einem verschlossenen Briefumschlag.

 

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