Wahlkampf in Konstanz: Fritz Kuhn über Mappus Kurs bei Atomkraft

Veranstaltung bereits vor Ereignissen im Kernkraftwerk Fukushima geplant

Konstanz. Wenn der Vize-Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Fritz Kuhn am Donnerstag, 17. März, nach Konstanz kommt, wird es auch um das Verhältnis von Ministerpräsident Stefan Mappus zur Atomkraft gehen. Der Auftritt war schon länger geplant. Die Ereignisse im Kernkraftwerk Fukushima haben Kuhns Besuch nur zusätzliche Aktualität verliehen.

Kein Steuergeld für Atomwirtschaft

Fritz Kuhn spricht zur Bedeutung der Landtagswahl und zur ökologischen Erneuerung der Wirtschaft. Fritz Kuhn wird darüber reden, warum die Grünen sich nicht wie der amtierende Ministerpräsident mit viel Steuergeld am Parlament vorbei in die Atomwirtschaft einkaufen wollen, und wie der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Reduzierung des Stromverbrauchs gelingen können. Der Vize-Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen macht die Chancen zum Thema, die sich bieten, wenn die Dominanz der CDU in Baden-Württemberg nach 57 Jahren gebrochen werden könnte. Die ökologische Erneuerung der Wirtschaft ist nach Auffassung der Grünen dabei in Baden-Württemberg speziell in der Automobil- und der Energiebranche dringend. Die Veranstaltung im „Seerhein“ in Konstanz beginnt um 20 Uhr.

 

7 Kommentare to “Wahlkampf in Konstanz: Fritz Kuhn über Mappus Kurs bei Atomkraft”

  1. Bolle Knallquist
    14. März 2011 at 15:02 #

    Im Jahre 1954 wurde in Obninsk das erste kommerziell betriebene Kernkraftwerk der Welt von den Sowjets in Betrieb genommen. Wieviele Menschen sind seit damals insgesamt durch die Strahlung von Atomkraftwerken getötet worden? Die Antwort: um die 60, alle in Tschernobyl, davon 38 Feuerwehrleute! In Kernkraftwerken westlicher Bauart hat es durch Strahlung noch keinen einzigen Toten gegeben.

    Zum Vergleich zwei europäische Beispiele aus der sicheren Wasserkraft:

    Am 2.12.1959 brach der Malpasset-Staudamm bei Frejus (Frankreich), 421 Menschen starben. Am 9.10.1963 brachte in Longarone (Italien) ein Erdrutsch den Stausee zum Überlaufen, die Flutwelle forderte etwa 2500 Tote.

    Legenden vom bösen Atom: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-54002273.html

  2. wak
    14. März 2011 at 15:10 #

    Der Super-Gau von Tschernobyl hat Millionen Leben zerstört. Für die Ukraine und Russland gehen Schätzungen von 200.000 Toten im Zeitraum 1990 bis 2004 aus. Die an den Unglücksort abkommandierten Einsatzkräfte haben diesen Einsatz fast alle mit ihrem Leben bezahlt.

  3. Bolle Knallquist
    14. März 2011 at 17:41 #

    Es sind nicht „Millionen Tote“. Es sind wenige Tote unmittelbar beim Unfall und 90.000 bis 100.000 Tote auf lange Sicht laut Greenpeace. Andere Quellen nennen 4.000 Tote. Oder nur ein paar wenige? http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,411839,00.html

    Wer weiß das schon. „Propaganda“ kann man nicht nur der „Atomlobby“ vorwerfen. Trotz aller Zahlen: Es gibt mehr Rauchertote und mehr Unfalltote, als selbst die abstrusesten Tschernobyzahlen sagen.

    Was aber auf jeden Fall äußerst bedenklich ist, ist die in Deutschland grassierende Panikmacherei, die lähmende Angstkultur. Anne Will war ein besonders abschreckendes Beispiel. Achtgut beschreibt die Sendung trefflich: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/anne_will_am_atomaren_abgrund/

    Und der Hang, das unwahrscheinlichste und abwegigste Szenario als das Szenario anzunehmen, das auf jeden Fall eintreten wird, ist eine typische deutsche Krankheit. Geschürt von den üblichen Panikmachern. Waldsterben, BSE, CO2, Dioxin, das Ende der Menscheit und und und …

    Bei allen gerechtfertigten und richtigen Überlegungen, sich Gedanken über künftige Energeieversorgung zu machen, ist die von bestimmten politischen Parteien und Gruppen angefeuerte Hysterie unerträglich. Ebenso diese ganzen „Experten“ und das haarsträubende Halbwissen. Und wenn ein Techniker, ein Fachmann also,sich äußert, wird ihm gleich „Lobbyismus“ vorgeworfen. Also ob irgendein dahergelaufener Latzhosentzräger glaubwürdiger sein, wenn er mit weinerlicher Stimme seine gefühlte Angst kundtut! Albern! Aber so ist das in einem Land, in dem man mittlerweile mit Singen und Klatschen Abitur machen kann.

    Interessant hier wieder einmal Achgut: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/jetzt_auf_deutsch_warum_ich_ueber_die_kernkraftwerke_in_japan_nicht_beunruh/

    Hilfreich auch die bewertungsskale für nukleare Ereignisse:
    http://de.wikipedia.org/wiki/INES
    Die japanische Atomaufsicht hat die Explosion in einem Reaktor der Atomanlage Fukushima 1 als “Unfall” auf der internationalen Störfallskala (INES) eingestuft. Das ist INES 4. Tschernobyl war Stufe 7, ein sogenannter “katastrophaler Unfall”. Der Brand in Krümel war Stufe 0, “Keine oder nur sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung”.

    Und Störungen im Betrieb gibt es bei jeder Anlage. Und „alte“ Atomkraftwerke sind ja nicht einfach nur alt und wurden in den letzten Jahrzehnten sich selbst überlassen. Sie wurden ständig gewartet. Komponenten werden laufend getauscht und erneuert. Sie sind vielleicht technisch auf einem alten Stand, aber doch nicht funktional. Außerdem zeigt der Umgang mit Störungen doch, daß man eben doch die Mechanismen im Griff hat, um mit Ereignissen im Betrieb fertig zu werden.

    In Japan bebt die Erde und ein Tsunami schlägt eine Verwüstungsschneise. Und trotzdem haben die japanischen Techniker die Lage unter Kontrolle. Wenn das kein Beweis für die hohen Sicherheitsstandard ist, was dann? Während wir hier in Hysterie ausbrechen, sind die Japaner ganz entspannt.

    Solange die Atomkraftgegner kein Konzept für eine bezahlbare und versorgungssichere Alternative vorlegen können, solange werden wird die Atomkraft noch haben. Irgendwann wird sie in Deutschland abgeschafft. Toll! Dann baut der Rest der Welt trotzdem noch Atomkraftwerke. Aber nicht nach dutschen Sicherheitsstandards und nicht mit deutschen Know-How! Aber da wir ja auch Autos abschaffen, Bahnhöfe verhindern, Zugstrecken verhindern, uns jeglichem teschnischen Fortschritt verweigern, wir keine Ingenieure mehr ausbilden und eh kein geld für Technologie und Forschung haben, weil alles für sozialöe Wohltaten und Schulden draufgeht, wird sich in Zukunft eh niemand mehr für „made in Germany“ interessieren.

    Dann hocken die Fortschrittsverhinderer und Dagegenaktivisten zwar moralisch überlegen, aber im Dunkeln in ihrem Reihenhäuschen. Eine tolle Zulunft!

  4. Lothar Herzog
    14. März 2011 at 18:36 #

    Sach mal Bolle. Ist der Name „Normalbürger“ für Dich eine
    Information wert?

  5. sparring
    14. März 2011 at 23:13 #

    viele deutsche leiden wirklich unter angst-hysterie, wenn sie nur
    das wort „atom“ hören. noch schlimmer diejenigen, die mit der
    jetzigen katastrophe in japan ihr politisches süppchen kochen wollen, – eine sehr unappetitliche moral !
    meine horrorvorstellung dagegen sind riesenplantagen voller solarplatten (statt grüner landschaften), wälder von windrädern mitten in den schönsten lebensbereichen und mono-maiskulturen zur erzeugung von energie. diese welt ist – angstgeprägt – dann wirklich nicht mehr lebenswert, denn strom gibts in dieser öko-zukunft vermutlich nur noch streng rationiert auf bezugsschein.

  6. Lothar Herzog
    15. März 2011 at 08:02 #

    GAU
    Sofot umtaufen.
    Bisherige Bezeichnung: Größter anzunehmender Unfall.

    Neu

    GAL

    Größter anzunehmende Lachnummer.

    Das was hier die Presse und GEZ – Anstalten abhalten ist Verdumme
    vom Feinsten. Anne Will hat nicht mal dem japanischen Botschafter
    zu den Opfern konduliert. Gleich volle Kanne.

    Für solche Leute kann man sich nur schämen.

    Mehr dazu heute.

  7. Bolle Knallquist
    15. März 2011 at 10:25 #

    Nachricht für Lothar: Der Normalbürger ist derjenige, den Anhänger bestimmter politischer Strömungen für nicht fähig halten, eigenständig zu denken und dem man alles erzählen kann und der kopflos von einer Panikmeldung zur nächsten gestoßen wird.
    Bundespanikrepublik Deutschland.

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