Wahlkampf schmeckt nicht, gibt’s nicht

Kampagne „Konstanz gibt den Ton an“ und Stadt pro Konzerthaus

Konstanz (wak) Die Befürworter des Konzert- und Kongresshauses auf Klein Venedig setzen ihre Kampagne mit einem Dinner für viele und einem Bürgerfest für alle auf Klein Venedig fort. „Konstanz gibt den Ton an“ macht vor, dass Wahlkampf nicht langweilig und trocken sein muss und sogar Spaß machen kann, während die Stadt selbst die Information über das Konzert- und Kongresshaus in den Vordergrund rückt. Die Initiative „Nein zu Klein Venedig“ tagte am Mittwochabend nicht-öffentlich und stellt sich ebenfalls auf. Sie zweifelt an der Finanzierbarkeit des Projekts. Die Zeit bis zum Bürgerentscheid am 21. März, in der sie noch möglichst viele Konstanzer erreichen wollen, läuft beiden Seiten davon. Der Bürgerentscheid zählt nur, wenn eine Mehrheit von mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten mit ja oder nein stimmt und sich entweder für oder gegen ein Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig ausspricht.

Stimmungsbild bei der Bürgerversammlung

Eine offizielle Bürgerversammlung der Stadtverwaltung zum Bürgerentscheid findet am Mittwoch, 3. März, um 19 im Konzil statt. „Eine herzliche Einladung an alle! Bitte merken Sie sich diesen Termin unbedingt in Ihrem Kalender vor“, heißt es im Newsletter der Initiative Bürger für Konstanz. Mit fast derselben Ansprache dürfte sich auch die Initiative „Nein zu Klein Venedig“ an ihre Unterstützer wenden. Beide Seiten versuchen auch die Wahlberechtigten ganz direkt übers Internet anzusprechen. Beide nutzen auch das soziale Netzwerk Facebook. Die Gegner verschicken außerdem ihre Kurznachrichten über Twitter.

Briefwahl beantragen

Falls Konstanzer per Briefwahl für oder gegen das Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig abstimmen möchten, können sie Briefwahlunterlagen, wie auch bei anderen Wahlen üblich, mit der Wahlbenachrichtigungskarte beantragen. Die Karte wird den Konstanzern in den nächsten Tagen durch die Stadtverwaltung zugestellt. Da viele Studenten sich bereits in den Semesterferien befinden und wahrscheinlich keinen Nachsendeantrag bei der Post gestellt haben, dürfte sie die Wahlbenachrichtigungskarte aber gar nicht mehr erreichen. Die Gegner des Konzerthauses glauben, dass sie die Semesterferien Stimmen kosten werden.

Benefizkonzert & Dinner

Schon am 24. Februar laden die Befürworter ab 19 Uhr ins Konzil zu einem Abend mit Apèro, kleinem Konzert und anschließendem Dreigang-Menü ein. Ab 19.30 Uhr spielt für die zahlenden Gäste die Südwestdeutsche Philharmonie im oberen Konzilsaal. Ab 20.15 Uhr bittet die Initiative dann in den unteren Konzilsaal, wo Manfred Hölzl ein perfektes Dinner, ein Drei-Gang-Menü, auftragen wird. Dazu gibt’s Musik und Überraschungsgäste. Der Eintritt kostet pro Person 80 Euro. 50 Euro gehen als Spende an die Kampagne Konstanz gibt den Ton an. Wer dabei sein möchte, kann bei der Touristinfo oder an der Theaterkasse Plätze reservieren.

Bürgerfest auf Klein Venedig

Am 13. März startet die Kampagne „Konstanz gibt den Ton an“ dann mit einem Fest auf Klein Venedig durch. Von 14 bis 17 Uhr können sich Interessierte dort in aller Ruhe das abgesteckte Areal für das Konzert- und Kongresshaus ansehen und auf der freien Fläche vor dem Aral den Frühlings-Sonntag am See genießen und ein Fest feiern.

Newsletter der Stadt informiert über Architektur

Der dritte Newsletter der Stadt zum Thema Konzert- und Kongresshaus ist steht jetzt ebenfalls online. Er informiert über Architektur und Technik des geplanten Konzert- und Kongresshauses. Zu finden ist er als PDF zum Anschauen und Herunterladen unter http://www.konstanz.de/rathaus/medienportal/mitteilungen/01117/index.html?lang=de.

Fotos: „Konstanz gibt den Ton an“, wak

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