Wasserschutzpolizei warnt vor Betreten des Eises auf dem Bodensee

Nicht tragfähige Eisschicht und Wasserlöcher sind lebensgefährlich – Häfen am nördlichen Ufer und Konstanzer Hafen zugefroren

Bodenseekreis/Konstanz. Die Wasserschutzpolizei hat vor Betreten des Eises auf dem Bodensee gewarnt. Obwohl die Eisdicke teilweise bis zu 15 Zentimetern beträgt, sei das Eis nicht überall tragfähig. Auch von Wasserlöchern gehe eine Gefahr aus. Die Autofähren auf dem Bodensee verkehren. Im Konstanzer Hafen, wo sich nach Auskunft der Stadtwerke eine fünf Zentimeter dicke Eisschicht gebildet hat,  war bis Montagabend ein Eisbrecher im Einsatz, der die Katamaran-Route im Hafen  frei frei gehalten hat. Seit Dienstagmorgen fährt der Katamaran  zwischen Friedrichshafen und Konstanz nicht mehr.

Gefährliches Eis auf dem Bodensee

Die Sportboothäfen und die Unterläufe der Zuflüsse in den Bodensee seien derzeit zugefroren. In den Sportboothäfen beträgt die Eisdicke nach Mitteilung der Wasserschutzpolizei bis zu 15 Zentimeter. Trotzdem sei Vorsicht geboten, da es aufgrund von Methanausgasung immer wieder zu größeren oder kleineren Wasserlöchern komme, deren Randeis nicht tragfähig sei. Besonders tückisch sei die Eisbildung im Bereich der Zuflüsse Rotach, Schussen und Argen. Dort gibt es nach Auskunft der Wasserschutzpolizei eine geschlossene nicht tragfähige Eisdecke, die aus übereinander geschobenen Eisschollen besteht. Dieses Eis sei nicht tragfähig. Die Wasserschutzpolizei Friedrichshafen warnt deshalb ausdrücklich vor dem Betreten der Eisflächen in den Sportboothäfen sowie den Mündungsbereichen der Zuflüsse. Die Ausfahrt aus allen Häfen, mit Ausnahme des BSB-Hafens in Friedrichshafen, sei nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich.

4 Kommentare to “Wasserschutzpolizei warnt vor Betreten des Eises auf dem Bodensee”

  1. Mikesch
    6. Februar 2012 at 22:17 #

    Hallo guten Tag

    und hey Leute ich kenn da denn super Pfad übern Bodensee einwandfrei zugefron !!!
    in der Schweiz wars schön, wenn der rest eingefroren ist meldet euch

    P.s Mikesch

  2. Christian
    12. Februar 2012 at 16:10 #

    Hallo Leute auch wenn der Bodensee eine dicke Eisschicht hat Finde ich es nicht ok das nicht einmal Warnschilder aufgestellt. Ich war heute am Bodensee und ich habe auch gesehen das Viele Schlitschuläufer Von Radolfzell nach Itznag über den See fahren und es nicht mal Warnschilder gibt wenn da was passiert wer ist dann verantwortlich????? Da sind auch viele Kinder auf dem Eis. Ich bin davon überzeugt das wenn es warnschilder geben würde das viele sich dann nicht so weit raus drauen würden und die einbruchgefahr wesendlich geringer wäre.

    • wak
      12. Februar 2012 at 20:05 #

      @Christian Das Eis wird einfach nicht mehr so wie früher freigegeben. Jeder muss selbst entscheiden, ob er sich aufs Eis wagt. In diesem Winter ist es besonders tückisch, da es sehr lange mild war. Das Wasser im See ist in wenigen Metern Tiefe noch sehr warm. Durch die Zirkulation strömt das warme Wasser nach oben und das Eis an der Oberfläche wird brüchig. Ein Freund hat es mir am Samstag erklärt: Vier Grad warmes Wasser hat das höchste spezifische Gewicht, es sackt nach unten und warmes Wasser steigt nach oben. So funktioniert die Zirkulation, und auch deshalb konnte der See jetzt im Februar gar nicht mehr ganz zufrieren. Das Wasser in tieferen Schichten ist noch viel zu warm und der See braucht eine Kältephase etwa ab November um abzukühlen. Tja, dass es nicht wenigstens Schilder mit Infos gibt, ist tatsächlich blöd. Also unbedingt selbst aufpassen.

  3. Petra Meich
    12. Februar 2012 at 20:30 #

    @2 überall irgendwelche Schilder aufstellen? Wie wäre es mit Selbstverantwortung? Das Leben ist halt gefährlich. Und mal im Ernst: wenn jemand aufs Eis gehen will, wird er das auch mit Schild machen. Sollte es schief gehen: Darwin lässt grüßen.

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