Wer parkt im Konstanzer Lago Parkhaus?

Auswertung einer Kennzeichenzählung an einem Samstag – Touristen sollen dort nicht parken

Konstanz. Fast die Hälfte aller Autos, die an einem Samstag im Lago Parkhaus standen, hatten Schweizer Kennzeichen. Nur zehn Prozent kamen aus dem Kreis Konstanzer. 27 Prozent hatten sonstige Kennzeichen aus Deutschland. Das ergab eine Kennzeichenzählung. Die SPD findet offenbar, dass das Lago Parkhaus die falsche Parkgarage für Touristen ist.

Lago Parkhaus hat Funktion öffentlicher Garage

Lago-Investor Cornelius Liedtke erklärte, dass Autos im Schnitt sechs Stunden im Lago Parkhaus stehen. Das sei für ein Einkaufszentrum ungewöhnlich lang. Der Schnitt läge sonst bei einer bis eineinhalb Stunden. „Das Parkhaus erfüllt die Funktion eines öffentlichen Parkhauses“, so der private Investor in der Gemeinderatssitzung in der vergangenen Woche.

Wenig Konstanzer und Thurgauer Kennzeichen

Die Kennzeichenzählung ergab, dass zwischen einem und drei Prozent der im Parkhaus stehenden Autos aus Stuttgart, Esslingen, Freiburg, Waldshut, Rottweil, Friedrichshafen, Villingen-Schwenningen, Tuttlingen oder Friedrichshafen kamen. Von den 47 Prozent Schweizern kamen 20 Prozent aus Zürich, neun Prozent aus St. Gallen und elf Prozent aus dem Thurgau. Der Rest stammte aus der sonstigen Schweiz. Diese Statistik hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Fecker vorgetragen.

Touristen-Parkplätze vor der Altstadt?

„Es werden also Touristen angezogen; genau die sollten aber nicht in dieser Ecke parken, sondern vor der Altstadt“, sagte SPD-Stadtrat Jürgen Ruff ebenfalls bei der Gemeinderatssitzung in der vergangenen Woche mit Blick auf die Kennzeichenzählung. Die SPD war wegen der Parkhauserweiterung beim Lago stinke sauer. Sie möchte weiterhin eine Tiefgarage auf dem Döbele – aber eben nicht nur ein temporäres Parkhaus. Jürgen Ruff, SPD, sagte, er wolle die Entwicklung des Geländes mit Wohnungen und Tiefgarage. „Ein unausgereifte automatische Parkpalette hätte das unmöglich gemacht.“ Zum Lago Parkhaus hätte er sich eine Zufahrt von der Schweiz gewünscht.

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