Wetzel lobt Arbeit der JVA Ravensburg

FDP-Strafvollzugsbeauftragter: Wichtiger Beitrag zum Opferschutz

Bodenseekreis / Kreis Ravensburg (red) Die Justizvollzugsanstalt Ravensburg leiste mit ihrem Beschäftigungsprogramm und ihren „passgenauen Ausbildungsangeboten“ einen wichtigen Beitrag zur Resozialisierung von Strafgefangenen. „Und wenn diese durch solche Maßnahmen nicht mehr rückfällig werden, dann ist das der allerbeste Opferschutz.“ Das sagte der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel nach einem Besuch der JVA Ravensburg und ihrer Außenstelle Bettenreute. Wetzel, der auch Strafvollzugsbeauftrager der FDP-Fraktion im Landtag ist, zeigte sich von der Arbeit der JVA beeindruckt. Die Arbeitsauslastung der Gefangenen betrage 85 Prozent „Das ist enorm“, so Wetzel.

Hauptschulabschluss und berufliche Weiterbildung

Derzeit stehen der Anstalt, die um 100 Plätze ausgebaut werden soll, im geschlossenen Vollzug 352 Haftplätze zur Verfügung. Darüber hinaus können im offenen Vollzug des Freigängerhauses 70 sowie in der landwirtschaftlichen Außenstelle Bettenreute 44 Gefangenen untergebracht werden. Die JVA bietet unter anderem auch pädagogische Maßnahmen wie Kurse zur Erlangung des Hauptschulabschlusses an, berufliche Weiterbildungsmaßnahmen wie Schweißkurse, einjährige Berufsfachschulen, etwa in den Bereichen Holz, Farbe und Kraftfahrzeugtechnik, sowie ganze Ausbildungen zum Beispiel zum Elektroinstallateur, Schreiner oder Kfz-Mechaniker.

Gefangene nicht nur weg sperren

Wetzel war auch von der Außenstelle Bettenreute mit ihrem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb sehr angetan. Der Landwirtschaftsbetrieb umfasst 125 Hektar Nutzfläche und hat die Produktionsschwerpunkte Milchviehhaltung, Bullenmast und Schweinezucht. Wetzel: „Das sind sinnvolle Tätigkeiten, mit denen man auch Verantwortungsbewusstsein trainieren kann.“ Denn, so weiß Wetzel, der als Bauernbub aufwuchs, aus eigenen Erfahrung: „Tiere müssen auch am Sonntag versorgt werden.“ Wetzel zeigte sich ebenfalls erfreut, dass ihm Alexander Boger, Leiter der JVA Ravensburg, und Karl-Heinz Bleicher, Leiter der Außenstelle Bettenreute, berichten konnten, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung auch positiv auf die Beschäftigungszahlen der JVA ausgewirkt habe. „Man darf Gefangene nicht nur weg sperren. Wenn Menschen untätig sind, kommen sie erst recht auf dumme Gedanken.“ Somit trage die JVA Ravensburg mit ihren vielfältigen Angeboten auf vorbildliche Weise zur Verhütung weiterer Straftaten bei.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.