Zehn große gelbe Plakate schreien nach B 31-Ausbau jetzt

Friedrichshafener OB und Landrat des Bodenseekreises fordern private Vorfinanzierung der Straße

Friedrichshafen. Die Region Friedrichshafen lässt nicht locker und fordert der Ausbau der B 31 jetzt. Großflächige gelbe Plakate kleben an Werbetafeln an mehreren Standorten in der Stadt. Die Botschaft soll in Stuttgart und Berlin ankommen. Erneut hat die Region ihre Bereitschaft signalisiert, den Straßenbau mit privatem Geld vorzufinanzieren. Die Region Friedrichshafen ist nicht arm. Um den Wohlstand und Standort zu sichern, brauche es aber die B 31 neu.

Zehn großflächige Plakate gehängt

Zehn neue gelbe Plakate mahnen den sofortigen Ausbau der B 31 an. Der Friedrichshafener Oberbürgermeister Andreas Brand und der Landrat des Bodenseekreises Lothar Wölfle enthüllten das Plakat an der Messestraße. „Wir haben unseren Beitrag geleistet. Jetzt liegt es an der Landes- und der Bundesregierung, zu handeln. Durch eine klare Verkehrspolitik können Land und Bund ihren Beitrag leisten“, appellierte Oberbürgermeister Andreas Brand an die Politiker in Stuttgart und Berlin. Er zitierte Claus Schmiedel, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag Baden-Württemberg: „Wo ein Bagger ist, da geht’s uns gut“. Auch Landrat Lothar Wölfle fordert ein sofortiges Handeln der Regierungen in Stuttgart und Berlin: „Einer Region geht es nur dann gut, wenn sie sich entwickeln kann. Entwickeln kann sie sich nur, wenn die Infrastruktur stimmt. Deshalb brauchen wir leistungsfähige Straßen, und zwar jetzt, nicht irgendwann“.

Fehlende Buchstaben symbolisieren fehlende Straße

Die neuen Plakate sollen auch zum Nachdenken anregen. Das Plakat bei der Messestraße zeigt Autos, die im Stau stehen. Ein zweites Plakat zeigt das Wort „Tourismus“. Allerdings fehlen zwei Buchstaben, das „o“ und das „s“. „Wir möchten mit den fehlenden Buchstaben den Bogen zur B 31 schlagen“, so Brand. So wie dem Wort zwei Buchstaben fehlen, so fehle in Friedrichshafen und der Region die B31 neu. „Ich werde nicht aufhören, in Stuttgart und Berlin immer wieder auf die miserable straßenbauliche Infrastruktur hinzuweisen“, sagt Brand.

Urlauber und Messebesucher stehen im Stau

Täglich fahren mehr als 30.000 Fahrzeuge auf der B 31. In der Ferienzeit kommen zusätzlich zum täglichen Verkehr Tausende Urlauber und während der Eurobike und der Interboot auch Messebesucher, die die B 31 benutzen müssen und im Stau stehen. Über zehn Prozent des Verkehrs entfällt auf Lkws. „Die rechtlichen Hürden sind schon lange ausgeräumt, die Trassen sind rechtskräftig planfestgestellt. Es könnte also mit dem sofortigen Baubeginn losgehen“, so Oberbürgermeister Brand und Landrat Wölfle.

Breite Unterstützung für B 31 Ausbau

Unterstützt wird die Forderung vom Landkreis, von der Industrie, vom Bündnis Pro B 31 neu, dem Gemeinderat und den Bürgern. Je früher die B31 ausgebaut werde, desto besser könne die Wirtschaft in der Region wachsen. Deshalb gebe es auch eine klare Bereitschaft zu einem „Friedrichshafener Modell“, das eine Vorfinanzierung vorsieht. „Leider warten die Menschen in Friedrichshafen und in der Region immer noch auf Antwort aus Berlin“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Einwohner ertragen täglich Lärm, Gestank und Abgase tausender Lastwagen und Autos. Damit muss jetzt Schluss sein“, sagen Brand und Wölfle.

Foto: Stadt Friedrichshafen

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