Zwei Konstanzer Oberbürgermeister-Kandidatinnen namens Sabine stehen für Mitmach-Politik

Für Sabine Seeliger und Sabine Reiser setzen auf Bürgerbeteiligung – Mykola Neumann sieht neue Chancen im Web

Konstanz. Die beiden aussichtsreichsten Oberbürgermeister-Kandidatinnen für Konstanz haben nicht nur den selben Vornamen. Sie haben auch noch ähnliche Slogans „Sabine Reiser für Konstanz“ und „Dr. Sabine Seeliger Oberbürgermeisterin für Konstanz“ und beide versprechen Transparenz und Teilhabe.

Sabine Seeligers Politikstil

Am Sonntagabend meldete sich Sabine Seeliger (Grüne) mit einer Pressemitteilung zu Wort. „Gemeinsam denken, gestalten, handeln“ unter diesen Leitsatz wolle sie ihre Amtsführung als Oberbürgermeisterin von Konstanz stellen. Der Leitsatz werde auch ihre Wahlkampagne prägen, heißt es eher noch unkonkret. „Die Aussage beinhaltet den Politikstil, den ich verfolge. Wichtig ist mir, dass im Vorfeld größerer Vorhaben Bürgerinnen und Bürger und alle wichtigen Gruppen gemeinsam über die Ziele und mögliche Zielkonflikte nachdenken.“

Keine Planung ist alternativlos

Sabine Seeliger weiter: Institutionalisierte Bürgerbeteiligung in Planungsprozessen setzt zu spät an, wenn wichtige Weichen bereits gestellt sind. Nachträglich neue Ziele aufzunehmen, ist viel schwieriger als zu Anfang gründlich nachzudenken. „Ich will dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit keine Planung von Anfang an als ‚alternativlos’ vorstellen. ‚Alternativlosigkeit’ ist ein Zeichen unzureichender Planung und mangelnder Bereitschaft Mitdenken und Mitgestalten zuzulassen. Ich möchte, dass Bürgerbeteiligung als Kultur in Konstanz etabliert wird.“

Sabine Reisers Politikstil

Sabine Reiser, die seit Montag mit ihrer Website online ist, schreibt auf ihrem Blog: „Überzeugen möchte ich die Konstanzerinnen und Konstanzer mit meinem Politikstil und durch meine Persönlichkeit. Ich baue auf die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern, auf Teilhabe, direkte Kommunikation und auf Transparenz.“ Weiter heißt es: „Meine Überzeugung ist: Große Projekte lassen sich heute nicht mehr gegen die Menschen, sondern nur noch zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern verwirklichen. Konstanz hat das aus dem Aus für ein Konzert- und Kongresshaus auf Klein-Venedig gelernt.“

Sabine Reiser lädt zum Dialog

Mit der Transparenz und Offenheit sei sie auch in ihren eigenen Wahlkampf gestartet. „Auf meinem Blog und auf Facebook lade ich alle Bürgerinnen und Bürger ein, mit mir in den Dialog zu treten. In den vergangenen Wochen habe ich sehr viele, zum Teil auch sehr persönliche Gespräche mit Menschen in der Stadt geführt. Über Hinweise seitens der Konstanzerinnen und Konstanzer freue ich mich. Anregungen nehme ich sehr gerne auf und arbeite sie in mein Wahlprogramm ein.“

Mykola Neumann sieht Chance im Web

Auch Mykola Neumann schreibt auf seiner Website: „Mein Interesse ist es, die Entscheidungsfindungen transparenter zu machen und die Bürger früher in diese mit einzubeziehen. Es muss ein Forum geschaffen werden, in dem jeder einzelne Bürger seine Ideen von Anfang an in den Entwicklungs- und Entscheidungsprozess einbringen kann. Hierbei bildet die Vernetzung der Gesellschaft über das Internet eine bisher nie dagewesene Chance, Demokratie zu leben.“

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