Zwischenruf! Benachteiligtes Geschlecht

Von Waltraud Kässer

Die Nachricht, dass auch Jungen benachteiligt sind, ist streng genommen keine Neuigkeit. Geschlechter-Studien haben längst gezeigt: Schulen benachteiligen Jungen, womit es neben Frauen und Mädchen nun noch ein zweites benachteiligtes Geschlecht gibt. Ich sage es ein bisschen flapsig: Die Gesellschaft entdeckte die  Jungen, die die sozusagen die neuen „Problembären“ sind.

Nur der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass Frauen seit jeher benachteiligt waren und noch immer sind: Stichwort Frauen in Führungspositionen, Frauen verdienen bei gleicher Arbeit nicht das gleiche Geld wie Männer, Gewalt gegen Frauen. Diese Reihe ließ sich problemlos fortsetzen.

Der gute Herr Köhler nun wollte die Benachteiligung von Jungen in einem Hörsaal der Konstanzer Universität in den Fokus rücken. Die Piratenpartei hatte das Thema aufgegriffen und am vergangenen Freitag zu einem Vortrag und einer Diskussion mit Dr. Bruno Köhler vom Verein MANNdat eingeladen.  Der gute Herr Köhler aber floppte. Er brach seinen Vortrag ab.

Wer „Benachteiligung von Jungen“ in die Suchmaschine Google eingibt, erhält 821.000 Treffer. Darunter ist auch ein Bericht des „Spiegel“, der vor mehr als zwei Jahren feststellte: „Das Schulsystem produziert haufenweise Verlierer – die Mehrheit ist männlich.“ Schon im Kindergarten würden Mädchen deutlich bevorzugt, auch in der Schule müssten Jungs um Aufmerksamkeit und gute Noten kämpfen. „Ursache des Problems: Kitas und Grundschulen sind fest in weiblicher Hand.“

Der gute Herr Köhler hatte nun aber leider so gar  keine Neuigkeiten. Er beschrieb an vielen Beispielen, wie er die Benachteiligung von Jungen erlebt. Er warf den Zuhörern das Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom (AHDS) an den Kopf und sagte, dass das Vorlesen von Gute-Nacht-Geschichten für Jungen wichtig sei. Wir fassen zusammen: Das benachteiligte Geschlecht soll besser keine Blümchen oder Puppen in Malheften ausmalen, sondern lieber mit Buntstiften den Verlauf von kurvenreichen Rennstrecken, auf denen Formel 1 Rennen stattfinden, nachzeichnen.

Mädchen fänden das sicher ja auch nicht so spannend, sie fahren schließlich auch nicht Motorrad und in Saudi-Arabien dürfen sie noch nicht einmal Auto fahren.

Beweise für seine Behauptungen und Quellenangaben blieb Herr Köhler schuldig. Mit „Post Gender“ und der Frage, ob nicht einfach alle Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht die best mögliche individuelle Förderung bräuchten, konnte der Referent nichts anfangen. Auf kritische Nachfragen aus dem Auditorium reagierte er zunehmend beleidigt.

Wenn Diskussionsteilnehmer, egal ob  Männer oder Frauen, eine Aussage des Referenten in Frage stellten, behauptete Köhler, er habe das gar nicht gesagt. Entweder hatte sich Herr Köhler also sehr missverständlich ausgedrückt oder aber die Zuhörer an der Konstanzer Universität, die meisten mutmaßlich mit Hochschulausbildung, konnten ihm nicht folgen, da sie intellektuell nicht dazu in der Lage waren. Nach mehr als einer Stunde brach der Referent endgültig ab. Das war peinlich. Herr Köhler hat sich bis über beide Ohren blamiert.

An einer Universität darf das Auditorium einen wissenschaftlich fundierteren Vortrag erwarten. Und wer sich auf ein Piratenschiff begibt, muss wahrscheinlich auch mit Gegenwind rechnen. Dass ausgerechnet die Mitmachpartei still da sitzt und einen Vortrag über sich ergehen lässt, kann ein Referent nicht erwarten. Die Piraten-Akademie, unter der der Themenabend „segelte“,  ist kein gemütlicher Ausflugsdampfer. Piraten sind eine junge, aktive Partei und Piraten sind gewohnt, mitzudiskutieren und zu hinterfragen. Wer es nicht glaubt, könnte sich ja einmal die Timeline auf Twitter anschauen.

Dem Thema Benachteiligung von Jungen hat der Referent mit seinem Auftritt einen Bärendienst erwiesen. Das ist schade!

14 Kommentare to “Zwischenruf! Benachteiligtes Geschlecht”

  1. Jan Hinnerk
    28. Mai 2011 at 15:23 #

    Ich habe den beschriebenen Vortrag selber nicht gesehen, kann mich dazu hier also nicht wirklich äußern.

    Allerdings frage ich mich schon länger: Warum können wir Gleichberechtigung nicht in beide Richtungen denken? Warum können wir nicht, wenn sich eine Benachteilgung einer bestimmten Geschlechtsgruppe zeigt, darauf reagieren (ganz gleich ob es sich dabei um Männer oder Frauen handelt).

    Warum muss, wenn auf eine Benachteiligung von Jungen in Deutschland aufmerksam gemacht wird, gleich solch ein ironisch-herablassender Ton angeschlagen werden („die neuen Problembären“) oder auf das Frauenfahrverbot in Saudi-Arabien hingewiesen werden?

  2. Björn Brezger
    28. Mai 2011 at 19:49 #

    Welches Geschlecht hat den höheren Anteil bei
    * Problemschülern
    * Professoren
    * Gefängnisinsassen
    * Spitzenmanagern
    * Verkehrsunfällen durch Fahranfänger
    * Piloten
    …?
    Jedesmal das männliche und jedesmal sehr deutlich! Männliche Lebensläufe entwickeln sich eher zu positiven wie negativen Extremen und weibliche eher ins „Mittelfeld“… Ein spannendes Thema, was alles dahinter steckt, und ob man die Ziele „Aufstieg ermöglichen“ und „Abrutschen verhindern“ mit umgekehrten Geschlechtervorzeichen oder besser möglichst geschlechtsneutral ausgestalten sollte.

  3. Stefan Lau
    28. Mai 2011 at 20:16 #

    Auch ich habe den Vortrag nicht gesehen, kann mich aber Jan Hinnerk in dem Punkt nur anschließen. Mir wird die Geschlechterdiskussion meist viel zu verbissen auf das eigene Geschlecht hin ausgerichtet geführt. Eine Benachteiligung von Frauen gibt es in Bezug auf Führungspositionen, Entlohnung und häuslicher Gewalt. Alles Richtig. Eine Benachteiligung von Männern gibt wie angesprochen zum Teil in Schulen, beim Sorge- und Umgangsrecht bei Scheidungskindern und bis vor kurzem durch die Wehrpflicht. Auch das ist wahr.

    Ich glaube, jeder wird mit individuellen Fähigkeiten und Interessen gebohren, die dann statistisch etwas ungleichmäßig über die Geschlechter verteilt wurden. Es ist nun einmal so, die meisten Jungs raufen gerne, die meisten Mädchen spielen lieber mit Puppen. Und sollte das bei einigen Mädchen oder Jungs anders sein, dann sollten beide auch _das_ voll ausleben können.

    Im Mittelpunkt muss also unabhängig vom Geschlecht die individuelle Selbstverwirklichung von jedem Einzelnen stehen. Dazu muss man einfach mal offen analysieren, wer wo wirklich benachteiligt wird und gegenüberstellen, was man dagegen tun kann.

    Bezogen auf das Problemfeld Schule hieße eine Frage dann zum Beispiel:
    Wie bekommen wir es hin, dass Mädchen wie Jungs in der Schule auch Raum zum Raufen haben? Durch Männerquoten an Schulen? Durch die Fortbildung von Lehrerinnen, besser auf die Bedürfnisse von Jungen einzugehen? Durch externe Angebote in den Schulen? Spezielle Räume? Andere Lerninhalte?

    Und für die Stellen, an denen Mädchen und Frauen benachteiligt werden, wird das Verfahren natürlich analog angewendet.

    Und hier nur als Anmerkung:
    Die Forderung nach der Quote ist hierbei die simpelste aber auch weitreichenste, weil hier zum Schutz der Selbstverwirklichung von in dem Fall mehrheitlich Jungen in die Selbstverwirklichung der in dem Fall Lehrerinnen eingegriffen wird. Daher sollte man meiner Meinung nach zuerst die anderen Möglichkeiten ausprobieren, um die individuelle Selbstverwirklichung von jedem Einzelnen zu gewährleisten.

    Viele Grüße,
    Stefan.

  4. Ute Hauth
    28. Mai 2011 at 20:22 #

    Eine sehr gute Zusammenfassung zu diesem Vortrag gestern abend in Konstanz:
    Benachteiligung von Jungen – Was ist eigentlich “geschlechtersensibel”?

  5. Ute Hauth
    30. Mai 2011 at 14:44 #

    Ergänzend die offizielle Pressemitteilung des Kreisverbands:
    http://www.see-online.info/s/CR

  6. Goofos
    1. Juni 2011 at 19:37 #

    „Nur der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass Frauen seit jeher benachteiligt waren und noch immer sind: Stichwort Frauen in Führungspositionen, Frauen verdienen bei gleicher Arbeit nicht das gleiche Geld wie Männer, Gewalt gegen Frauen.“

    Nur der Vollständigkeit halber, weder belegen sie ihre Behauptung noch geben sie eine Quelle an. Ansonsten geben sie damit nur ihre Vorurteile zum besten. Dabei hätte ein Besuch auf der Webseite von destatis ausgereicht um festzustellen, dass ihre Behauptung, Frauen würden für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen als Männer, falsch ist. Was sie jedoch verbreiten sind Stereotype, nichts weiter.

    Aus einem anderen Bericht kann man entnehmen, dass Herr Köhler viele Statistiken dabei hatte, was sie wohl nicht wahr genommen haben, oder schlicht vorurteilbehaftet nicht wahr nehmen wollten. Herr Köhler könnte also im Gegensatz zu ihnen seine Thesen wenigstens mit etwas handfestem belegen, „Post Gender“ ist allerdings eher ein esotherischer Begriff und damit allenfalls mit einem Bauchgefühl belegbar.

    Außerdem Projizieren sie aufs Übelste und begehen hier eine Opferstilisierung der Frau, welche in einem modernen Geschlechterdiskurs wohl nur noch unterste Schublade ist. Schließlich wollen wir ein Miteinander der Geschlechter und kein Gegeneinander das nur zu einem Geschlechterkampf führt wo beide Geschlechter verlieren.

    PS: Mädchen dürfen auch in Deutschland nicht Auto fahren.

  7. Brigitte Haferkamp
    1. Juni 2011 at 19:51 #

    Frauen sind weiterhin Opfer und Opfern muss mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht werden als Tätern. Ein wenig mehr Mitgefühl für die Opfer wäre an dieser Stelle nicht nur hinreichend, sondern absolut notwendig.

  8. Wolfgang Löhr
    1. Juni 2011 at 20:54 #

    Ich habe zwar den Vortrag nicht gehört. Aber es ist wirklich unglaublich wie die Autorin sich über die Benachteiligung von Jungen und Männern lustig macht. („Problembären“)
    Vermutlich lacht sie auch Rollstuhlfahrer aus und kippt sie aus dem Stuhl.

    Seit dem Sieg der feministischen Ideologie in Deutschland werden in Deutschland Jungen und Männer unzweifelhaft extrem benachteiligt. Auch wenn durch die feminstisch verseuchten Massenmedien nach wie vor behauptet wird, daß Mädchen und Frauen benachteiligt würden, was ja bis in die Mitte der 1970er Jahre tatsächlich auch in Deutschland der Fall war. In der heutigen Zeit gibt es zahlreiche Gesetze und Regelungen, die Jungen und Männer extrem benachteiligen. Und die teilweise ernsthaft geführten Diskussionen um gesetzliche Frauenquoten zeigen, daß einige Politiker willens sind die Diskriminierung von Männern sogar in ein Gesetz zu gießen. Wer ein bißchen nachdenkt und nicht nur die dummen von den FeministInnen in die Welt gesetzten Phrasen aus den Massenmedien nachplappert erkennt sehr schnell welches Geschlecht in Deutschland wirklich benachteiligt ist!

  9. Bodo Zwenger
    2. Juni 2011 at 04:09 #

    Ich bezweifle, daß die Anwesenden intellektuell nicht in der Lage waren, Herrn Dr. Köhler zu folgen – vielmehr werden sie dazu ideologisch nicht in der Lage gewesen sein. Die Beschreibung des Ablaufes der Veranstaltung, die ja eigentlich als Vortrag mit anschließender(!) Diskussion angekündigt war, liest sich verdächtig, als sei da ein kleines Häufchen queerfeministischer Aktivisten ausgezogen, eine Veranstaltung des Klassen- äh- Genderfeindes zu stören. Wie praktisch, daß man dank WWW hinterher auch gleich noch einen Verriß des ganzen veröffentlichen kann.

    Noch eine Bemerkung zu den Kommentaren: Beim Thema Häusliche Gewalt sind keineswegs Frauen das benachteiligte Geschlecht. Sie können, wenn sie Opfer werden, mit der Unterstützung von Frauenhäusern, Frauen-helfen-Frauen-Vereinen, der Polizei und vielen anderen rechnen. Männer dagegen, die hunderten von Dunkelfeldstudien nach genauso häufig Opfer von häuslicher Gewalt werden, haben da weniger Glück; selbst wenn sie nicht auf dem Polizeirevier ausgelacht werden, wenn sie sich offenbaren, kann es ihnen passieren, daß sie an eine Täterberatung verwiesen werden, weil es bei den Stichworten „Mann“ und „häusliche Gewalt“ schlicht keine anderen Anlaufstellen gibt.

    Zuletzt: Die Behauptung, Frauen würden bei gleicher Arbeit und Leistung schlechter bezahlt, ist längst widerlegt. Aktuelle Studien kommen zu dem Schluß, daß es zwischen Männern und Frauen in vergleichbaren Lebens- und Arbeitssituationen keinen signifikanten Gehaltsunterschied mehr gibt.

    Bodo Zwenger

  10. Chris
    2. Juni 2011 at 09:56 #

    Dass Jungen schon seit langem in der Schule benachteiligt werden, durch schlechtere Noten bei gleicher Leistung, durch weniger Gymnasialempfehlungen bei gleicher Kompetenz, etc. ist ja bekannt und die meisten Menschen betrachten die Beseitigung dieser Benachteiligungen ja inzwischen glücklicherweise als ein wichtiges gesellschaftliches Problem. Was mich aber wirklich abstößt ist, wie aggressiv nun viele Feministinnen darauf reagieren, dass nun EINMAL endlich auch etwas für Jungen getan, oder zumindest darüber diskutiert wird. JAHRZEHNTELANG sind einseitig Frauen gefördert worden, durch Frauenquoten, durch alle möglichen Förderprogramme nur für Frauen, durch bevorzugte Einstellungen etc. Wer denkt, dass daraus nun eine gewisse Dankbarkeit gegenüber Männern resultiert, die ja alle diese Maßnahmen (mit-)beschlossen und durchgeführt haben, stellt nun allerdings fest, dass davon offenbar keine Rede sein kann, im Gegenteil, Wut und Aggressivität sind die typischen feministischen Reaktionen, wenn auch einmal über die Benachteiligung von Jungen und Männern gesprochen wird. Das finde ich schrecklich und es verheißt nichts Gutes dafür, auch die Benachteiligungen von Männern/Jungen im Schul- und Gesundheitswesen, bei der Nicht-Thematisierung von Gewalt von Frauen gegen Männer oder im Familien-/Scheidungs-/Sorgerecht zu beseitigen.

  11. Carl Jung
    3. Juni 2011 at 14:53 #

    Frauen das unterdrückte Geschlecht?
    Frauen als ewiges Opfer?

    Dagegen spricht, dass Frauen länger leben als Männer, was wenig mit Biologie aber viel mit Privilegien zu tun hat. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine Kultur, bei welcher die Unterdrücker länger leben als die Unterdrückten.
    Frauen als Opfer? – Die tatsächlichen Opferzahlen bei Gewalt, bei Krieg, bei Berufsunfällen spricht eine andere Sprache. Opfer sind in der Regel Männer!

    Der Punkt ist, egal was irgendwelche Gesellschaftsingenieure wollen, der Geschlechtsunterschied ruht in die Biologie und für diese ist die Kultur Umwelt. Die Biologie wird sich an die Umwelt anpassen, wie sie es schon immer getan hat. Das Resultat wird keine Gleichheit der Geschlechter sein.

  12. dk
    3. Juni 2011 at 22:44 #

    Die wahren Probleme werden eher im Ausland gelöst: was macht man mit Internet-Servern, die Desinformationen verbreitet? Ein kreatives Beispiel.

    Törtchen statt Bombe: MI6 tauscht Anleitung in Al-Qaida-Magazin aus
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Toertchen-statt-Bombe-MI6-tauscht-Anleitung-in-Al-Qaida-Magazin-aus-1254986.html

    http://www.guardian.co.uk/uk/2011/jun/02/british-intelligence-ruins-al-qaida-website

  13. Sebastian
    6. Juni 2011 at 11:49 #

    „Frauen sind weiterhin Opfer und Opfern muss mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht werden als Tätern.“

    „Opfer“ bei was?
    Allgemein Gewaltopfer? Männer sind bei weitem häufiger Opfer von Gewalttaten als Frauen.

    Opfer bei Vergewaltigungen/sexuelle Nötigung? Richtig ist, dass hier erwachsene(!) Frauen als mutmaßliche Opfer häufiger betroffen sind. Richtig ist allerdings auch dass es sich bei über 50% der Fälle die bei der Polizei landen, um falsche Beschuldigungen handelt! Und hier wendet sich das Opferblatt ganz klar. Quelle z.B. hier: http://www.polizei.bayern.de/content/4/3/7/vergewaltigung_und_sexuelle_n_tigung_in_bayern_bpfi.pdf

    Opfer häuslicher Gewalt?
    Es gibt hunderte Studien die belegen dass die Gewalt hier in ähnlichen Teilen sowohl von Männern wie auch von Frauen ausgeht – anders als Frauen haben hier Männer keine Lobby, dafür aber enorme Probleme als Opfer anerkannt zu werden.
    In der Kindheit sind Jungen häufiger Gewaltopfer als Mädchen. Quelle u.a. Familienministerium: http://www.bmfsfj.de/Publikationen/genderreport/10-gewalthandlungen-und-gewaltbetroffenheit-von-frauen-und-maennern.html

    Opfer durch Diskriminierung im Arbeitsleben? Dass weniger Frauen in den wenigen verfügbaren Vorständen der DAX-Konzerne sitzen als Männer ist kein Indiz dafür dass das bei Arbeitsplätzen für die restlichen 99,99% auch so ist. Ganz im Gegenteil: Frauen bekommen bei gleicher Qualifizierung deutlich leichter eine Anstellung. Bereits in der Schule werden sie eher gefördert und besser bewertet als Jungen. Dass der Gehaltsunterschied im Arbeitsleben zwischen den Geschlechtern erwiesenermaßen eine Mär ist, wurde hier ja bereits mehrfach erwähnt.

    Interessant ist auch dass Männer in der Öffentlichkeit um Längen eher Gewaltopfer werden als Frauen. Ich fordere daher Männerparkplätze in Parkhäusern und vor’m Supermarkt! :P

  14. wak
    6. Juni 2011 at 12:01 #

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